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17 September 2017

VON GHETTOS UND DUB CLUBS IN KINGSTON

Jamaica 17 Jamaica 17 - Kingston Jamaica 17 - Kingston




Jamaica 17 - Kingston Jamaica 17 - Kingston

Von den Blue Mountains fuhren wir langsam auf die Hauptstadt Jamaikas zu - Kingston.
Diese Stadt, im Tal der Berge und am Meer, sah schon von oben echt beeindruckend aus. Aber Kingston ist keine typische Hauptstadt, in der man Sightseeing betreibt und shoppen geht. Hier treffen arm und reich aufeinander, die Kriminalität ist sehr hoch und es gibt Ecken, die man alleine und vor allem nachts einfach nicht betreten sollte. Als wir einmal in den Ghettos ausstiegen, um in ein Bob Marley-Haus zu gehen, hatte ich schon ein sehr mulmiges Gefühl im Bauch. Aber geführt von unserem Tourguide, der seit 40 Jahren auf Jamaika lebt, habe ich mich wenigstens ein bisschen sicherer gefühlt.
Als wir gerade in die Slums hineinfuhren, fand dort gerade eine Beerdigung statt. Nicht so schön anzusehen, möchte man meinen. Trauernde, schwarz gekleidete Menschen tragen nun wirklich nicht zur guten Laune bei. Aber so, wie wir hier eine Beerdigung kennen, war es nicht.
Bunt gekleidete, singende und trommelnde Menschen veranstalteten eine Art Umzug, den man niemals mit einer Beerdigung in Verbindung bringen würde - doch vorne wurde der Sarg getragen. Man kann sagen, dass es geschmacklos ist, aber trotzdem fand ich, dass es eine schöne Art war, das Leben des Verstorbenen zu feiern. Auch, wenn es für uns befremdlich scheint.
Die Lichter von Kingston - leider nur ein Handyfoto
Die Fahrt durch die Ghettos war sehr eindrücklich - die Häuser bestanden teilweise nur aus zusammengezimmertem Wellblech, die Bewohner versuchen mit Mühe und Not am Straßenrand etwas zu verkaufen (das sieht man in Jamaika allerdings überall).  Aus Respekt vor den dort Lebenden habe ich keine Fotos gemacht, denn die Menschen wollen meist weder begafft noch fotografiert werden.

Doch was die Leute in diesem Land und in dieser Stadt verbindet ist die Musik. Und so machten wir uns auch an einem Abend zu einem Dub Club in den Bergen mit einem atemberaubenden Blick auf das Lichtermeer von Kingston. Das war wirklich eine einmalige Erfahrung ... Die entspannten Menschen, gepaart mit der für mich fremden, aber total schönen Musik und dem Blick auf die Stadt war es wirklich ein Erlebnis, das ich wohl für immer in Erinnerung behalten werde. Dort waren zwar neben den Einheimischen viele Touristen, aber als Ausgleich besuchten wir noch einmal einen richtigen Reggae Club in Montego Bay - versteckt mitten in den Ghettos, wo wir wirklich die einzigen Touristen waren. Auch wenn es mir dort anfangs sehr unheimlich war, war es nochmal ein wenig authentischer als im Kingston Dub Club. Und unser Tourguide, der natürlich überall mit dabei war, nahm mir auch meine Angst, denn er geht dort seit 35 Jahren regemäßig hin.

Wie ihr seht, war immer ein Guide dabei, der sich im ganzen Land auskennt und dort seit vielen Jahren lebt. Das ist bei Reisen dieser Art auch enorm wichtig! Denn Jamaika ist nicht nur Strand, Kokosnüsse, Rum und Reggae. Es ist auch Kriminalität und Armut. Und um hauptsächlich diese schönen Seiten zu sehen und eine gefahrlose Reise zu verbringen, sollte man sich in die Hände derer begeben, die sich auskennen.

Für einen ausführlicheren Bericht über Jamaika und mehr Fotos klickt einfach hier! :)

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